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Das sechste Merkmal einer gesunden Gemeinde: "Verkündigung"

In 1.Thessalonicher 1,8 heisst es... „Denn von euch aus ist das Wort des Herrn erschollen“ ... wörtlich: „hervor geschallt“ „herausposaunt“. Das griechische Wort ἐξ ηχέω bedeutet wörtlich „hinaus schallen wie ein Trompete".  Ein sehr starker, und bildhafter Ausdruck.  Die Thessalonicher „trompeteten“ also wörtlich das Wort, das Evangelium hinaus! Dies ist ein klarer Hinweis auf ihre starke, freimütige und kontaktfreudige Evangelisation.  Das sogar ohne Internet, Radio, Fernsehen oder Autos, und sie kamen sehr weit damit.  Es heisst weiter in Vers 8: „nicht allein in Mazedonien und in Achaja, sondern an jedem Ort ist euer Glaube an Gott ausgebreitet worden.“ Dieses zweite Verb, ἐξέρχομαι bedeutet „hinausgehen“.  Beide Verben stehen im Perfekt hier, was eine abgeschlossene Handlung mit bleibenden Resultaten beschreibt: „ist hinausgegangen und bleibt da“, oder „wurde herausposaunt, und wird immer noch gehört“! Sie erzielten beoba...

Das fünfte Merkmal einer gesunden Gemeinde: "Vorbild"

Die Thessalonicher werden nicht nur als "Nachahmer" sondern schlichtweg von Paulus als "Vorbild" bezeichnet.  In 1.Thessalonicher 1,7 heisst es ... ...so dass ihr allen Gläubigen in Mazedonien und in Achaja zu Vorbildern geworden seid... Die Nachahmung des Herrn und ihrer Vorbilder, der Missionare, führte dazu dass diese Gemeinde wörtlich zum "Typus" (Griechisch: " τύπος ") wurde.  Dieses Wort ist sehr interessant.  Es wird benutzt um die Form oder die Vorlage für das Prägen von Münzen zu beschreiben.  Das verwandte Verb " ἐντυπόω " bedeutet "eingravieren" und wird in 2. Korinther 3,7 verwendet um "eingravieren in Stein" zu beschreiben. Diese Gemeinde wurde sozusagen zur Vorlage von anderen, zum Qualitätsstempel und zum Model.  Ihr Vorbild hatte Wirkung auf ein riesiges Gebiet.  Es heisst hier, "allen Gläubigen in Mazedonien und in Achaja".  Das sind mindestens 100'0...

Das vierte Merkmal einer gesunden Gemeinde: Nachahmung!

Der Schlüssel zur Jüngerschaft und Nachfolge ist "Nachahmung".  Paulus rühmt die Gemeinde in Thessalonich mit den folgenden Worten... Und ihr seid unsere und des Herrn Nachahmer geworden...(1.Thess.1,6) Der Begriff "Nachahmer" ist hier der Schlüsselbegriff... "mimetes"( μιμητής ) davon haben wir das deutsche Wort "Pantomime". Lasst uns mal einen typischen "Fan" eines heutigen Popstars vorstellen.  Er will die Kleider seines Idols tragen, seine Frisur haben, seine Lebenseinstellung übernehmen und am liebsten wäre er sowieso wie sein Idol.  Uns als Christen sollte es noch vielmehr so gehen.  Viel mehr sollte uns daran liegen so wie unser Herr zu sein.  Der Schlüssel zur Jüngerschaft ist also "Imitation".  Wahre Jüngerschaft kann sich nicht nur darum drehen sich zu treffen um ein Buch gemeinsam zu lesen.  Es geht auch darum unter den Menschen zu sein und Zeit mit ihnen zu verbringen.  Nur so können wir auch von ihrem Beisp...

Eine kurze Weihnachtsbotschaft

Was ist denn eigentlich so besonders an Weihnachten?  Viele reden vom "Christkind" in den kommenden Tagen.  Als ein Engel der Maria die Geburt dieses besonderen Kindes ankündigt sagt er Folgendes... In Lukas 1,26-35 heisst es... Im sechsten Monat aber wurde der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt Galiläas namens Nazareth gesandt, zu einer Jungfrau, die verlobt war mit einem Mann namens Joseph, aus dem Haus Davids; und der Name der Jungfrau war Maria. Und der Engel kam zu ihr herein und sprach: Sei gegrüßt, du Begnadigte! Der Herr ist mit dir, du Gesegnete unter den Frauen! Als sie ihn aber sah, erschrak sie über sein Wort und dachte darüber nach, was das für ein Gruß sei. Und der Engel sprach zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria! Denn du hast Gnade bei Gott gefunden. Und siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären; und du sollst ihm den Namen Jesus geben. Dieser wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden; und Gott der Herr wird ihm den Thron seines Vaters...

Das dritte Merkmal einer gesunden Gemeinde: Belehrbarkeit!

Nur eine belehrbare Gemeinde ist eine gesunde Gemeinde.  Nur eine Gemeinde die sich Gottes Wort völlig und ganz unterordnet kann gesund sein.  Paulus schreibt in 1.Thessalonicher 1,4, dass er um die Erwählung dieser Menschen weiß.  Allerdings steht da wörtlich... "wissend ... eure Erwählung"... ein weiteres Partizip dass den Hauptgedanken (Das Hauptverb "wir danken") aus Vers 2 weiter beschreibt.  "Wir danken... erwähnend in unseren Gebeten (V.2), und auch unablässig gedenkend eurer Werke des Glaubens (V.3)... aber nun auch noch wissend um eure Erwählung..." (V.4).  Wissend, dass diese geliebten Menschen wirkliche Erwählte sind, was bedeutet dass sie wahre wiedergeborene Christen sind.  In Vers 5 bringt Paulus dann die erste Begründung warum er das glaubt... er schreibt: "Denn" ... was auf eine Begründung hindeutet "... unser Evangelium ist nicht nur im Wort zu euch gekommen, sondern auch in Kraft und im Heiligen Geist und in großer Gewis...

Das zweite Merkmal einer gesunden Gemeinde: Ausharren!

Paulus schreibt in 1. Thessalonicher 1 und Vers 3 nicht nur über die Werke des Glaubens und die Bemühung der Liebe, dessen er in seinen Gebeten gedenkt und dankbar ist, sondern auch: "...euer standhaftes Ausharren in der Hoffnung auf unseren Herrn Jesus Christus vor unserem Gott und Vater."   Das Wort "Ausharren" ( ὑπομονῆς ), ist mehr als nur ein "passives Ertragen" von Schwierigkeiten.  Es beschreibt eine "heldenhafte Beharrlichkeit" bis hin zu einer gewissen "Verbissenheit".  Es wird zusammengesetzt aus den griechischen Wörtern "ὑπό", was so viel wie "unter, drunter" bedeutet und "μένω", was so viel wie "bleiben" bedeutet.  Es ist wörtlich jemand der "drunter bleibt", oder "darin verharrt", nämlich in der Hoffnung.  Es ist also etwas aktives, und nicht ein passives "aushalten".  Trotz der Verfolgung und der Bedrängnis blieben die Thessalonicher bei der Hoffnung d...

Das erste Merkmal einer gesunden Gemeinde: Sie ist eine wirksame Gemeinde

In Vers 3 schreibt Paulus: ...indem wir unablässig gedenken an euer Werk im Glauben und eure Bemühung in der Liebe...   Das "Werk im Glauben" (wörtlich: Werk des Glaubens) wie auch die "Bemühung der Liebe" sind beide subjektive Genitive im Griechischen.  In einem subjektiven Genitiv wird das Nomen im Genitivfall ("des Glaubens", "der Liebe") normalerweise mit einem "Aktionswort" verbunden (In diesem Fall, "Werk" und "Bemühung").  Es beschreibt also auch eine Handlung.  Die Ausdrücke im Genitiv Fall "Glaube und Liebe" werden dann zum Subjekt, oder zum "Produzenten" dieser Handlung.  Das "Glaubenswerk" wird dann also zum "Werk dass durch Glauben produziert wird" oder auch "Der Glaube wirkt".  Auch die "Bemühung" ist dann eine "Bemühung die durch die Liebe produziert wird" oder auch "Die Liebe bemüht sich".   Das Wort "Werk" (...