Direkt zum Hauptbereich

Eine kurze Weihnachtsbotschaft

Was ist denn eigentlich so besonders an Weihnachten?  Viele reden vom "Christkind" in den kommenden Tagen.  Als ein Engel der Maria die Geburt dieses besonderen Kindes ankündigt sagt er Folgendes...

In Lukas 1,26-35 heisst es... Im sechsten Monat aber wurde der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt Galiläas namens Nazareth gesandt, zu einer Jungfrau, die verlobt war mit einem Mann namens Joseph, aus dem Haus Davids; und der Name der Jungfrau war Maria. Und der Engel kam zu ihr herein und sprach: Sei gegrüßt, du Begnadigte! Der Herr ist mit dir, du Gesegnete unter den Frauen! Als sie ihn aber sah, erschrak sie über sein Wort und dachte darüber nach, was das für ein Gruß sei. Und der Engel sprach zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria! Denn du hast Gnade bei Gott gefunden. Und siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären; und du sollst ihm den Namen Jesus geben. Dieser wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden; und Gott der Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben; und er wird regieren über das Haus Jakobs in Ewigkeit, und sein Reich wird kein Ende haben. Maria aber sprach zu dem Engel: Wie kann das sein, da ich von keinem Mann weiß? Und der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Darum wird auch das Heilige, das geboren wird, Gottes Sohn genannt werden…

…wir sehen hier drei Besonderheiten welche diese Nacht ausmachen…

1. Eine besondere Ankündigung
Ein Engel, ein übernatürliches Wesen, ein Bote von Gott überbringt diese Ankündigung.  Es geschieh nicht jeden Tag dass uns Engel besuchen und eine solche Ankündigung machen.
An anderer Stelle, nachdem sich diese Voraussage erfüllt hat in Lukas Kapitel 2, sehen wir die Ankündigung gegenüber den Hirten.
Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Denn siehe, ich verkündige euch große Freude, die dem ganzen Volk widerfahren soll. Denn euch ist heute in der Stadt Davids der Retter geboren, welcher ist Christus, der Herr. (Luk. 2,10-11)
Wiederum ist die Ankündigung eine besonderes übernatürliches Ereignis.  Dies zeigt, dass diese Nacht wirklich eine besondere Nacht ist.  Etwas ganz aussergewöhnliches wird passieren. 

2. Besondere Umstände
Maria wird als Jungfrau schwanger werden, durch den Heiligen Geist.  Dies ist ein übernatürlicher direkter Zeugungsakt.  Manche Rationalisten unter uns werden vielleicht sagen: "Das gibt es doch nicht so etwas..." Aber wie Lukas sagt an anderer Stelle „Bei Gott ist kein Ding unmöglich“ (Luk. 1,37). Sie wird deshalb einen ganz besonderen Menschen zur Welt bringen.  In unserem Text, in Lukas 1, 32 heisst es, ...Dieser wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden.  Er ist der Sohn Gottes oder der Gott-Mensch. Aussergewöhnlicher geht es nicht!  Dieses Kind, das in dieser Nacht geboren wird ist kein normales Kind. 

3. Ein besonderer Name
Sie sollen diesem Kind den Namen „Jesus“ geben.  Ein anderer Evangelist ergänzt warum sie ihm diesen Namen geben sollen:
Sie wird aber einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk erretten von ihren Sünden (Matt. 1,21).  Der Name „Jesus“ bedeutet „Retter“.  Das griechische Wort Ἰησοῦς geht auf das Hebräische יְשׁוּעָה ("Jeshua") zurück was auch „Rettung“ oder „Hilfe“ bedeutet.  Rettung wovor? Die Antwort ist "von Sünden".  Sünde bedeutet eigentlich „Zielverfehlung“. Wir verfehlen einen Standard oder einen Maßstab, denn wir haben sollten um in Gottes Gegenwart zu kommen.  Gott ist absolut vollkommen heilig, gerecht und gut.  Es gibt keine Finsternis in ihm sagt die Bibel (1.Joh. 1,5).  Wir Menschen hingegen, sind seit den Anfängen, seit dem die ersten Menschen es gewagt haben das Gebot Gottes zu brechen (1.Mo. 2,17; 3,1ff) und ihren eigenen Wege zu gehen…“sündig“ d.h. nicht passend für die Gegenwart Gottes.  Aber Gott, weil er absolut gerecht und heilig ist, kann nicht einfach ein „Auge zudrücken“ und sagen: "Das ist schon ok".  Als gerechter Richter wird er Sünde bestrafen müssen.  Keiner wird diesem Gericht entfliehen können,  …denn alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit, die sie vor Gott haben sollten (Röm. 3,23)  Niemand von uns, kann Gottes Gebote vollkommen einhalten.  Auch wenn wir in Gedanken jemanden hassen, eine Notlüge oder ein lüsterner Blick einer Frau hinterher,  reicht aus um uns zu verurteilen. Eine ewige Strafe in der Hölle wartet auf jeden der Gottes Gebot bricht.

Nun kommt aber die gute Nachricht, die gute Botschaft von Weihnachten.  Die Angst ist vorbei und es gibt eine Möglichkeit Frieden mit Gott zu schliessen. Wie die Engel sagen: „Herrlichkeit in der Höhe (bei) Gott, und auf Erden Frieden, unter den Menschen des Wohlgefallens…“(Luk. 2,14)  Das bedeutet nicht Frieden für alle Menschen guten Willens, sondern für die „Menschen des Wohlgefallens“, d.h. für die Menschen denen Gottes Wohlgefallen gilt. —wer ist das? … nun… Jesus blieb kein Baby.  Er wuchs auf, wurde ein Mann und predigte das Evangelium, die gute Nachricht dass jeder der an ihn glaubt nicht verloren gehe sondern ewiges Leben habe.  Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat (Joh. 3,16). Jesus Christus ist in die Welt gekommen um als Stellvertreter für unsere Sünden zu sterben! Denn auch der Sohn des Menschen ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele (Mark. 10,45). Das war der wahre Grund für die Freude.  Gott würde seinen Sohn als Retter für eine verlorene Welt senden, damit er am Kreuz sterben würde und die Strafe für die Sünde tragen würde.  Jeder der nun an ihn glaubt, der wird gerettet vor der Strafe, und gehört nun zu den „Menschen des Wohlgefallens“.

Deshalb singen wir in dem bekannten Weihnachtslied „O du fröhliche“: „O du fröhliche O du selige, gnadenbringende Weihnachtszeit“, Gnaden bringend, weil Gott sich erbarmt und einen Retter sendet.  Dann heisst es in der ersten Strophe: „Welt ging verloren , Christ ward geboren“.  Die Welt, die Menschheit ging verloren durch die Sünde aber Christus ist geboren.  Er kann alles ändern.  In der zweiten Strophe heisst es: „Christ ist erschienen, uns zu versühnen“, das bedeutet, "zu versöhnen".  Christus versöhnt den heiligen gerechten Gott mit den sündigen Menschen.  Deshalb heisst es auch am Ende: „freue dich o Christenheit“ … Wir haben Grund zur Freude wenn wir Christus kennen.  Wenn wir Erlöste sind und nun in einem neuen Leben versöhnt mit ihm leben können. 

Das ist wahre Weihnachtsfreude!

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Das zweite Merkmal einer gesunden Gemeinde: Ausharren!

Paulus schreibt in 1. Thessalonicher 1 und Vers 3 nicht nur über die Werke des Glaubens und die Bemühung der Liebe, dessen er in seinen Gebeten gedenkt und dankbar ist, sondern auch: "...euer standhaftes Ausharren in der Hoffnung auf unseren Herrn Jesus Christus vor unserem Gott und Vater."   Das Wort "Ausharren" ( ὑπομονῆς ), ist mehr als nur ein "passives Ertragen" von Schwierigkeiten.  Es beschreibt eine "heldenhafte Beharrlichkeit" bis hin zu einer gewissen "Verbissenheit".  Es wird zusammengesetzt aus den griechischen Wörtern "ὑπό", was so viel wie "unter, drunter" bedeutet und "μένω", was so viel wie "bleiben" bedeutet.  Es ist wörtlich jemand der "drunter bleibt", oder "darin verharrt", nämlich in der Hoffnung.  Es ist also etwas aktives, und nicht ein passives "aushalten".  Trotz der Verfolgung und der Bedrängnis blieben die Thessalonicher bei der Hoffnung d...

Das erste Merkmal einer gesunden Gemeinde: Sie ist eine wirksame Gemeinde

In Vers 3 schreibt Paulus: ...indem wir unablässig gedenken an euer Werk im Glauben und eure Bemühung in der Liebe...   Das "Werk im Glauben" (wörtlich: Werk des Glaubens) wie auch die "Bemühung der Liebe" sind beide subjektive Genitive im Griechischen.  In einem subjektiven Genitiv wird das Nomen im Genitivfall ("des Glaubens", "der Liebe") normalerweise mit einem "Aktionswort" verbunden (In diesem Fall, "Werk" und "Bemühung").  Es beschreibt also auch eine Handlung.  Die Ausdrücke im Genitiv Fall "Glaube und Liebe" werden dann zum Subjekt, oder zum "Produzenten" dieser Handlung.  Das "Glaubenswerk" wird dann also zum "Werk dass durch Glauben produziert wird" oder auch "Der Glaube wirkt".  Auch die "Bemühung" ist dann eine "Bemühung die durch die Liebe produziert wird" oder auch "Die Liebe bemüht sich".   Das Wort "Werk" (...

Christsein und Valentinstag

Valentinstag ist der Tag der Verliebten oder der Tag der Romantik. Überall werden Blumen verschenkt, Karten geschrieben und Liebeserklärungen gemacht. Aber was machen wir Christen mit so einem Tag? Nun, wir können ihn einfach ignorieren, oder aber auch nutzen um über wahre Liebe nachzudenken.  Hintergrund: Der Valentinstag geht eigentlich auf ein heidnisch-römisches Fest namens „Lupercalia“ zurück. Dieser Name ist abgeleitet vom lateinischen „Lupus“, was „Wolf“ bedeutet. Es war ein unmoralisches Fruchtbarkeitsfest, gefeiert von den Römern zur Ehre der Gottheit „Lupa“, die Wölfin welche die Waisenkinder Romulus und Remus großgezogen haben, die Gründer von Rom. Die katholische Kirche machte aus diesem heidnischen Fest  im 5. Jahrhundert unter Papst Gelasius I. schliesslich einen kirchlichen Feiertag. Es wurde zur Feier eines Heiligen „Sankt Valentin“. Eine Legende besagt, dass Valentin ein Priester im 3. Jahrhundert in Rom war. Der Kaiser verbot in d...