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Warum das Ende entscheidend ist (Teil 1)

Wenn es etwas gibt worüber sich die Christen streiten, dann ist es die Lehre der letzten Dinge oder auch die „Eschatologie“. Manche sagen, dass es doch nicht so wichtig sei und dass doch jeder einfach seine eigene Meinung darüber haben darf. Viele denken, dass man das Buch der Offenbarung und die prophetischen Aussagen der Bibel sowieso nicht verstehen kann. Sie geben daher auch frustriert auf sich weiter damit zu beschäftigen. Andere wiederum sind so militant und beharren auf ihrer Sicht, dass sie denen die eine andere Sichtweise haben schon fast die Errettung absprechen. Beides ist nicht gut, und wir benötigen sicherlich sehr viel Demut wenn wir an dieses Thema herangehen. Lasst es uns selber aber auch nicht zu einfach machen, indem wir glauben, dass man die prophetischen Aussagen der Schrift nicht verstehen kann. Hat den Gott plötzlich ein Sprachproblem wenn es um die letzten Dinge geht? Ich denke nicht. Wenn wir einen Blick in die Bibel werfen, dann sehen wir das genaue Gegenteil. Gott will, dass wir nicht unwissend sind über die letzten Dinge. 

Paulus beginnt in 1.Thessalonicher 4,13 einen Abschnitt über die Endzeit mit den folgenden Worten: "Ich will euch aber, Brüder, nicht in Unwissenheit lassen...". Der Heilige Geist, der den Schreiber Paulus hier inspiriert hat, will nicht das die Empfänger, die Christen in Thessalonich, unwissend sind über dieses Thema. Wie bei jedem normalen Buch, ist es auch bei der Bibel sehr entscheidend wie die ganze Geschichte endet. Vor allem, wenn unser Seelenheil davon abhängt, ist es doch entscheidend zu verstehen, wie das Ganze enden wird. Das bringt uns zu der folgenden grundsätzlichen Frage:

Warum ist die Lehre der Endzeit wichtig für uns?

Warum sollten wir uns überhaupt damit beschäftigen? Manche Gruppierungen heute versuchen die Differenzen und Diskussionen in diesem Bereich der Theologie abzuschwächen. Sie behaupten, dass man doch nicht darüber streiten soll, da dies ja nicht heilsnotwendige Dinge sind. 
In einem gewissen Sinne stimmt das ja auch. Wenn jemand eher eine reformierte Sicht der Endzeit einnimmt und nicht an eine Zukunft Israels im wörtlichen Sinne glaubt. Wenn er die Lehre des wörtlichen tausendjährigen Reichs auf Erden ablehnt, und nicht ein Dispensationalist ist, so wie ich, der an ein wörtliches zukünftiges tausendjähriges Reich glaubt, ist er doch trotzdem gerettet, wenn er an das Evangelium Jesu Christi glaubt. Er glaubt dasselbe Evangelium wie ich. Er ist durch Glaube aus Gnade gerettet (Epheser 2,8). Wir können als Brüder miteinander Gemeinschaft haben ohne einander verurteilen zu müssen. Das bedeutet aber wiederum nicht, dass wir deshalb die Lehre der Endzeit als etwas völlig Unwichtiges abtun sollten. Wir sollten uns nicht davor scheuen dieses Thema anzusprechen und zu studieren. Wir sollten nicht glauben, dass man Prophetie und die Offenbarung nicht verstehen kann. Nur weil es so viele Meinungen über die Endzeit gibt heisst das nicht, dass wir frustriert sein müssen. Lass mich deshalb, dir lieber Leser, erst einmal vier biblische Gründe geben warum Eschatologie wichtig für das praktische christliche Leben ist. 

1. Die Schrift lehrt Eschatologie

Einfach gesagt: „Es ist in der Bibel, deshalb ist es wichtig!“ Gott wollte es offenbar da drin haben, um es uns zu kommunizieren, so dass wir es verstehen. Die Lehre der Endzeit ist Teil des „gesamten Ratschluss Gottes“ (Apostelgeschichte 20,27) welcher in jeder Gemeinde gelehrt werden sollte. Man darf diese Lehre deshalb nicht als unwichtig abschreiben. Weiter heisst es in Offenbarung 1,3 folgendes: "Glückselig ist, der die Worte der Weissagung liest, und die sie hören und bewahren, was darin geschrieben steht! Denn die Zeit ist nahe." Es ist also ein Segen für jeden der diese Prophetie liest und sie bewahrt! Am Ende des Buches bezeugt Johannes selber „diese Dinge gehört hat“ (22,8). Danach folgt eine ernste Warnung diesen Worten nichts hinzuzufügen oder hinwegzunehmen. "Fürwahr, ich bezeuge jedem, der die Worte der Weissagung dieses Buches hört:Wenn jemand etwas zu diesen Dingen hinzufügt, so wird Gott ihm die Plagen zufügen, von denen in diesem Buch geschrieben steht; und wenn jemand etwas wegnimmt von den Worten des Buches dieser Weissagung, so wird Gott wegnehmen seinen Teil vom Buch des Lebens und von der heiligen Stadt, und von den Dingen, die in diesem Buch geschrieben stehen…" (Offb. 22,18-19). Da sind also Worte, die es zu bewahren gilt. Wenn jemand diese Worte ändert ist er verflucht. Das bedeutet, dass diese Worte Sinn machen und deshalb nicht mehr denselben Sinn machen würden wenn jemand sie ändert. Das wiederum bedeutet, diese Prophetie kommuniziert etwas was Sinn ergibt. Wie Jesus sagt: "Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt." (Offenbarung. 3,2). Dieses Grundverständnis Gottes über seine prophetischen Aussagen gilt auch für andere Prophetien und Prophetische Bücher, wie beispielsweise im Buch Daniel. "… und kein Gottloser wird es verstehen; aber die Verständigen werden es verstehen." (Daniel 12,10b). Prophetie ist also Teil des gesamten Ratschluss Gottes. Gott hat geplant uns diese Dinge mitzuteilen. Darum ist es wichtig, dass wir uns bemühen sie zu verstehen. 

Nächste Woche schauen wir uns noch drei weitere Gründe an...

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