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Neues Jahr, was nun?

Wir alle kennen diese Zeit in der die "guten Vorsätze" für das neue Jahr gefasst werden und wir uns Ziele setzen die wir erreichen wollen. Schlechte Gewohnheiten wollen wir loswerden, vielleicht den Job wechseln oder endlich einen Partner fürs Leben finden. Als Christen stehen wir aber oft auch vor der Frage: Was ist denn Gottes Wille in all dem? Was möchte Gott was MEIN nächster Schritt sein soll. Nun, diese Frage ist nicht falsch, aber sollte trotzdem einmal etwas kritisch betrachtet werden. In einer Gesellschaft, die vom Individualismus geprägt ist, wurden wir dahingehend beeinflusst zu denken, dass sich alles nur um uns dreht auch wenn es um die Bibel geht. So stehen wir Christen oft in der Gefahr die Bibel als reine "Lebenshilfe" für unsere privaten Probleme zu betrachten, anstatt für die Offenbarung des Willens Gottes. Wenn wir aber einmal genau hinschauen werden wir feststellen, dass zum Beispiel die meisten Briefe im NT an ganze Gemeinden gerichtet sind, und nicht an Individuen.



Selbst da, wo sie an Individuen gerichtet sind, werden Themen angesprochen die die lokale Gemeinde als gesamte Gruppe betreffen. So schreibt Paulus an Timotheus: Dies schreibe ich dir in der Hoffnung, recht bald zu dir zu kommen, damit du aber, falls sich mein Kommen verzögern sollte, weißt, wie man wandeln soll im Haus Gottes, welches die Gemeinde des lebendigen Gottes ist, der Pfeiler und die Grundfeste der Wahrheit. (1.Tim. 3,14-15). Paulus schreibt zum Beispiel in Epheser 5,15-17: Seht nun darauf, wie ihr mit Sorgfalt wandelt, nicht als Unweise, sondern als Weise; und kauft die Zeit aus, denn die Tage sind böse. Darum seid nicht unverständig, sondern seid verständig, was der Wille des Herrn ist! Die Aufforderung steht in der zweiten Person Plural, ist also an eine ganze Gemeinde gerichtet. Die Epheser sollen als ganze Gemeinde verstehen was der Wille des Herrn ist, nicht unbedingt jeder für sein persönliches Leben. Gott gibt eben nicht jedem von uns seine eigene persönliche Offenbarung. Er hat uns sein allgenügsames Wort gegeben, welches ein für alle Mal offenbart was sein Wille ist (Judas 3). Dieser Wille Gottes für seine Gemeinde hat sicherlich viele Implikationen für jedes einzelne Glied, ist aber doch auf ein Ganzes, auf ein Kollektiv, bezogen. Der Wille Gottes für seine Gemeinde ist z.B. dass sie evangelisieren soll (1.Th. 1,8). Daraus folgt, dass jeder einzelne sich überlegen muss wie er seinen Nachbarn, Freunde oder Verwandten evangelisieren soll. Aber es hat auch Auswirkungen auf die Gemeinde als gesamten Leib. Wir stellen uns die Frage ob wir als eine lokale Gemeinde alles tun, was in unserer Macht steht um unsere Umgebung mit dem Evangelium zu erreichen? Sind wir im Internet präsent? Kann  man uns finden wenn man uns sucht? 

Lasst uns deshalb im neuen Jahr darüber nachdenken was "UNSER" nächster Schritt ist, was Gottes Wille für "UNS" als lokale Gemeinde ist. Zu diesem Thema werden wir sehr viele Anweisungen finden in der Schrift. Wir werden immer mehr verstehen, dass es nicht in erster Linie um einen selbst, sondern um den Dienst am Nächsten und um den Dienst an Gott geht, und deshalb ... lasst uns aufeinander achtgeben, damit wir uns gegenseitig anspornen zur Liebe und zu guten Werken (Heb. 10,24).  Der Herr wusste, warum er die Gemeinde ins Leben rief.  Der Grund dafür ist, weil wir es nur gemeinsam schaffen und einander brauchen in diesem anspruchsvollen Dienst, einer Welt eine Botschaft zu bringen die sie so dringend braucht. 

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