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Ein Kind, und was nun?


Wenn du plötzlich Vater oder Mutter wirst, dann trifft es dich vielleicht wie der Schlag. Auf einmal hast du die Verantwortung für dieses kleine Leben. Aber keine Panik, hier sind vier ermutigende Gedanken aus der Schrift, wie du deine Kinder sehen solltest. 

1. Kinder sind ein Geschenk
Siehe, ein Erbteil des Herrn sind Söhne, eine Belohnung die Leibesfrucht (Psalm 127,3)
In der Kultur des alten Israels waren Kinder die Absicherung für die Zukunft. Mann muss sich vorstellen, dass sich das Leben damals um das eigene Haus, welches normalerweise ein Bauernhof war, abspielte. Man lebte in einer Agrar-Kultur. Der „Erbteil“ ist also eine Absicherung für die Zukunft, das jemand später die Versorgung übernehmen würde. Kinder sind daher auch eine „Belohnung“! Gott gibt uns etwas Gutes. Er schenkt Leben und Wohlstand mit ihnen. Heute ist das auch so. Die Kinder von heute sind die Steuerzahler von morgen. Auch werden deine Kinder dich einmal versorgen, wenn du nicht mehr arbeiten gehen kannst. Allzuoft sehen wir Kinder in unserer heutigen Zeit als Last und Hindernis. Das ist aber nur der Fall, weil wir nicht die Langzeitperspektive aufsetzen. Du hast nun die einmalige Möglichkeit in dieses junge Leben zu investieren. Es ist ein Geschenk von Gott an dich. 

2. Kinder gehören nicht uns
Ich preise dich dafür, dass ich auf eine erstaunliche, ausgezeichnete Weise gemacht bin. Wunderbar sind deine Werke, und meine Seele weiß es sehr wohl. Mein Gebein war nicht vor dir verborgen, als ich gemacht wurde im Geheimen, gewirkt [wie]ein Stickwerk] in den untersten Örtern der Erde. Meinen Keim sahen deine Augen, und in dein Buch waren sie alle eingeschrieben, die Tage, die entworfen wurden, als nicht einer von ihnen war. (Psalm 139,14-16) Gott erschuf unsere Kinder. Er webte sie kunstvoll („gewirkt wie ein Stickwerk“) im Mutterleib. Er allein hat deshalb ein Anrecht auf sie. Wir sind nur mit der Verwaltung betreut. Das ist wichtig zu verstehen. Unsere Kinder sind uns nur für eine bestimmte Zeit gegeben, danach sollen sie als selbstständige erwachsene Menschen in die Welt hinaus gehen und Gott verherrlichen. Nutze die Zeit und behandle sie wie das kostbare Gut eines anderen, der sie dir anvertraut hat. 

3. Kinder bringen Verantwortung mit sich
Seid dem Sündenfall kommen unsere Kinder leider nicht fehlerfrei auf diese Welt. Narrheit ist gekettet an das Herz des Knaben… (Sprüche 22,15). Sie müssen korrigiert werden. Man darf sie nicht ihrem eigenen sündigen und egoistischen Neigungen überlassen. Widme den Knaben seinem (eigenen) Mund; er wird nicht davon weichen, auch wenn er alt wird (Sprüche 22,6)*. Wenn er seinen eigenen Mund, seinen eigenen Willen bekommt, dann wird er später kaum davon lassen. Jetzt ist die Zeit ihn zu erziehen. Die Kinder müssen aber nicht nur korrigiert, sondern auch belehrt werden. Du hast die Aufgabe ihnen das Wort Gottes, die Bibel zu lehren und einzuschärfen. Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollen auf deinem Herzen sein. Und du sollst sie deinen Kindern einschärfen… (5.Mose 6,6-7a). Und ihr Väter, reizt eure Kinder nicht zum Zorn, sondern zieht sie auf in [der] Zucht und Ermahnung [des] Herrn. (Epheser 6,4) „Zieht sie auf“ ist ein Befehl hier. Die „Zucht“ ist wiederum die Korrektur, die „Ermahnung“ das Belehren. Nebst dem Korrigieren und Belehren, ist auch die Evangelisation deiner Kinder ein Auftrag von Gott an dich. Wir sollen alle Menschen zu Jüngern machen (Matthäus 28,19), auch unsere Kinder. Was dein Kind braucht ist das Evangelium von Jesus Christus, damit sich sein törichtes Herz überhaupt in ein weises Herz verwandeln kann. Du bist als Elternteil deshalb nicht nur Erzieher und Lehrer, sondern auch Missionar in deinem eigenen Haus. 

4. Kinder helfen uns in der Heiligung
Kindererziehung bringt große Herausforderungen mit sich. Es fordert unsere Geduld diese kleinen Menschen in Ihrer Entwicklung zu begleiten, sie in Liebe zu korrigieren und aufzuziehen. Wir denken als Eltern sicherlich oft, dass wir an unsere Grenzen stoßen. Interessant ist doch dabei nicht zu vergessen, dass Gott solche Situationen immer benutzt um uns geistlich wachsen zu lassen. Du willst Geduld lernen? Liebe? Barmherzigkeit? Hier hast du dein Übungsfeld: Deine Kinder! Gott verspricht, dass uns alle Umstände zum Besten dienen, auch die schwierigen Zeiten mit unseren Kindern. Das kann sogar soweit gehen, dass eins deiner Kinder Christus nicht annimmt und in die Welt geht. Für uns Eltern ist das eine traurige und niederschmetternde Vorstellung. Dennoch gilt: Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle [Dinge] zum Guten mitwirken, denen, die nach Vorsatz berufen sind. (Römer 8,28). Gott erwartet, dass wir ihm vertrauen, auch mit unseren Kindern. So helfen uns Kinder auch in der Heiligung und im Glauben zu wachsen. 


* Dies ist die bessere Übersetzung aus dem Hebräischen als die klassische Übersetzung „Gewöhne den Knaben an den Weg, den er gehen soll“.




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