Direkt zum Hauptbereich

Das siebte Merkmal einer gesunden Gemeinde: Bußfertigkeit

... wie ihr euch von den Götzen zu Gott bekehrt habt, um dem lebendigen und wahren Gott zu dienen (1.Th. 1,9). 

Die Thessalonicher waren ein Beispiel für echte Buße! Das griechische Verb für "bekehren" bedeutet wörtlich eine „Änderung der Richtung“ ein „Umkehren“ oder „Zurückkehren“. So wird auch oft im AT die Umkehr zu Gott beschrieben mit dem Wort „שׁוב“ ... 

Der Gottlose verlasse seinen Weg und der Mann des Frevels seine Gedanken; und er kehre um zu dem Herrn, so wird er sich seiner erbarmen, und zu unserem Gott, denn er ist reich an Vergebung (Jes 55,7) 

Hier sehen wir was wahre Buße ist.  Es ist eine 1800 Umkehr von einer Richtung in die andere! Diese Bekehrung ist „zu Gott“ hin und „ἀπὸ τῶν εἰδώλων“ „weg von den Götzen“. Das Wort "Götzen" bezieht sich nicht nur auf Statuen oder Götzenbilder.  Es ist ein Wort welches jegliche von Menschen fabrizierte und in der Vorstellung existierende Gottheit beschreiben kann. Wir alle wissen, dass Götzendient in unserem Herzen beginnt.  Habsucht, wird auch als Götzendienst bezeichnet (Kol 3,5).
Aber es reicht eben nicht aus sich nur von den Götzen abzuwenden.  Man muss sich auch dem lebendigen Gott zuwenden.  Dies beschreibt der Rest des Verses! Interessant ist hier anzumerken was die Grammatik im Griechischen andeutet.  Das Verb „bekehrt habt“ steht im Aorist, welcher hier in diesem Zusammenhang eine vergangene Handlung beschreibt.   

Hingegen das Verb „zu dienen“ ist ein Präsens Aktiv Infinitiv, welcher eine durative, also kontinuierliche Handlung beschreibt. „Ihr habt euch zu Gott bekehrt, um ihm nun, in einem neuen Lebensmodus kontinuierlich zu dienen“ sagt er hier.  Diese Umkehr war ganz hingegeben und nicht halbherzig, sie war auch bleibend und kontinuierlich. Deshalb wurden die Thessalonicher dafür bekannt!
Sie waren gründlich in ihrer Buße zu Gott und ließen keine Hintertürchen offen. Leider gibt es heute immer noch viele, die Glauben sie können mit einem Bein im Himmel und mit dem anderen in der Hölle stehen.  Es gibt immer noch die Ansicht man könne Christus als Retter, aber nicht unbedingt als Herrn annehmen. Dies ist sehr gefährlich und nicht gesund für die Gemeinde!  Dieser Vers in 1.Th.1,9 widerlegt diese Idee in drastischer Weise.  Wahre Buße ist ein klares Wegwenden von den alten bösen Wegen, hin zu Gott, um Ihm allein zu dienen.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Ratschläge an Singles Teil 1

Du bist alleinstehend und möchtest gerne heiraten. Was solltest du tun? Solltest du wie vergiftet nach einem Partner suchen? Im Internet auf „Verkupplungs-Seiten“ gehen? Auf keinen Fall! Hier sind neun biblische Ratschläge was du in dieser Situation tun kannst.  1. Heirate nicht um jeden Preis  Alle Wege eines Mannes sind rein in seinen Augen, aber der Herr wägt die Geister. (Sprüche 16,2)  Auch Unkenntnis der Seele ist nicht gut; und wer mit den Füßen hastig ist, tritt fehl. (Sprüche 19,2) Überstürzte und schnelle Entscheidungen können in der Katastrophe enden. Heirate nicht schnell und blind. Es wird sehr schwierig wenn wir die berühmte „Rosa Brille“ aufgesetzt haben, vernünftige Entscheidungen zu treffen. Heirate auf keinen Fall einen Ungläubigen (2.Kor.6,14), aber auch keinen ungeistlichen oder unreifen Gläubigen. Wenn das so ist, braucht er oder sie noch etwas Zeit um zu wachsen.  Es mag der falsche Partner sein vor deiner Hochzeit, aber wenn du ihn o...

Das erste Merkmal einer gesunden Gemeinde: Sie ist eine wirksame Gemeinde

In Vers 3 schreibt Paulus: ...indem wir unablässig gedenken an euer Werk im Glauben und eure Bemühung in der Liebe...   Das "Werk im Glauben" (wörtlich: Werk des Glaubens) wie auch die "Bemühung der Liebe" sind beide subjektive Genitive im Griechischen.  In einem subjektiven Genitiv wird das Nomen im Genitivfall ("des Glaubens", "der Liebe") normalerweise mit einem "Aktionswort" verbunden (In diesem Fall, "Werk" und "Bemühung").  Es beschreibt also auch eine Handlung.  Die Ausdrücke im Genitiv Fall "Glaube und Liebe" werden dann zum Subjekt, oder zum "Produzenten" dieser Handlung.  Das "Glaubenswerk" wird dann also zum "Werk dass durch Glauben produziert wird" oder auch "Der Glaube wirkt".  Auch die "Bemühung" ist dann eine "Bemühung die durch die Liebe produziert wird" oder auch "Die Liebe bemüht sich".   Das Wort "Werk" (...

Das zweite Merkmal einer gesunden Gemeinde: Ausharren!

Paulus schreibt in 1. Thessalonicher 1 und Vers 3 nicht nur über die Werke des Glaubens und die Bemühung der Liebe, dessen er in seinen Gebeten gedenkt und dankbar ist, sondern auch: "...euer standhaftes Ausharren in der Hoffnung auf unseren Herrn Jesus Christus vor unserem Gott und Vater."   Das Wort "Ausharren" ( ὑπομονῆς ), ist mehr als nur ein "passives Ertragen" von Schwierigkeiten.  Es beschreibt eine "heldenhafte Beharrlichkeit" bis hin zu einer gewissen "Verbissenheit".  Es wird zusammengesetzt aus den griechischen Wörtern "ὑπό", was so viel wie "unter, drunter" bedeutet und "μένω", was so viel wie "bleiben" bedeutet.  Es ist wörtlich jemand der "drunter bleibt", oder "darin verharrt", nämlich in der Hoffnung.  Es ist also etwas aktives, und nicht ein passives "aushalten".  Trotz der Verfolgung und der Bedrängnis blieben die Thessalonicher bei der Hoffnung d...